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Bewegungsförderung im Kindergarten ist wichtig

Bewegung ist gut für Körper, Geist und Seele – und hat im Kindesalter eine nachhaltige Wirkung. Von einer bewegungsreichen Kindheit profitiert der Mensch sein Leben lang. Deshalb ist es so wichtig, dass schon im Vorschulalter die Freude an der Bewegung geweckt wird.

Bewegungsförderung im Kindergarten ist wichtig, weil ...

  • für die gesunde Entwicklung des kindlichen Körpers regelmäßige Bewegungsreize nötig sind. Haltungsschwächen, Atem- und Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Übergewicht und psychosomatische Leiden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Nervosität kamen früher fast nur bei Erwachsenen vor. Heute leiden immer mehr Kinder unter diesen Erkrankungen, auch als Folge von Bewegungsmangel.
  • gesundes Knochenwachstum durch mechanische Be- und Entlastung, also durch Bewegung, gefördert wird.
  • Kinder heute kaum mehr die Möglichkeit haben, Bäume zu erklimmen und natürliche Erlebnisräume zu entdecken. Ein Kind will und soll sich aber frei bewegen; vielseitige Aktivitäten wie Rennen, Klettern, Schlittenfahren oder Herumtollen fördern seine Entwicklung.
  • Einschulungsuntersuchungen gezeigt haben, dass viele Kinder nicht rückwärts gehen oder keinen Ball fangen können, also motorische Probleme haben.
  • die meisten Kinder in Deutschland weit entfernt davon sind, auch nur eine Stunde täglich mit zumindest mittlerer Intensität körperlich-sportlich aktiv zu sein, – und damit nicht einmal das aus medizinisch-gesundheitswissenschaftlicher Sicht notwendige Bewegungsminimum erreichen.
  • Bewegung der wichtigste Reiz zur Vernetzung der Nervenzellen ist. Das Gehirn verändert sich auch durch körperliche Aktivität. Besonders bei kleinen Kindern werden durch Bewegung die Nervenzellen vernetzt und die Synapsen, also Kontaktstellen, gebildet. Beides ist wichtig für die Entwicklung und Förderung der Intelligenz.
  • Gleichgewichtsübungen das Gehirn wecken und die wichtigen Wahrnehmungssysteme aktivieren. Daher sind Übungen für die Gleichgewichtsfähigkeit im Vorschulalter besonders wichtig.
  • bei Kindern, die viel sitzen und sich wenig bewegen, die koordinativen Fähigkeiten zu wenig beansprucht und ausgebildet werden. Koordinieren bedeutet ja, verschiedene Dinge in einer bestimmten Reihenfolge oder parallel zu tun. Bewegung ist eine ständige Koordinationsleistung; das Gehirn koordiniert das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln.
  • das Erfolgserlebnis bei körperlichen Aktivitäten, das Gefühl, etwas zu können, das Selbstbewusstsein des Kindes stärkt. Es erlangt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, auch in anderen Lernbereichen.
  • Wahrnehmungs- und Bewegungsdefizite im jüngeren Lebensalter noch recht leicht zu beheben oder zumindest positiv zu beeinflussen sind.
  • Bewegung mitunter als gefährlich eingestuft wird, was eine fatale Fehleinschätzung ist. Denn Kinder lernen bei Sport und Spiel Risiken und Gefahren zu erkennen und mit unsicheren Situationen umzugehen. Sie gewinnen Risikokompetenz. Das Fernhalten der Kinder von allen Risiken und Gefahren ist der falsche Ansatz einer gezielten Sicherheitsförderung.
  • Bewegungsspiele gute Übungen für das Sozialverhalten sind. Sie bieten viele Situationen, in denen die Kinder mit ihren Spielpartnern Probleme lösen, sich über Spielregeln einigen oder, wie bei Paarübungen, Rollen übernehmen müssen.

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