Der Hautschutzplan

Ein umfassendes Hautschutzkonzept in der Kita berücksichtigt nicht nur die schädigenden Einflüsse, denen unsere Haut ausgesetzt ist, sondern unterbreitet je nach Tätigkeit ein jeweils passendes Maßnahmenpaket.

Die Hygiene- und Hautschutzmaßnahmen werden in Hygiene-, Hautschutz- und Handschuhplänen für den jeweiligen Arbeitsbereich festgelegt. Die Maßnahmen zur Prävention von Haut- und Infektionskrankheiten sollten immer in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, den Betriebsärzten und der Fachkraft für Arbeitssicherheit erarbeitet werden.

Die wichtigsten Bausteine des Hautschutzplanes

Der Aufbau eines Hautschutzplanes ist einfach: Er enthält in Tabellenform die in der Kita vom Träger zur Verfügung gestellten Hautschutz- Hautreinigungs- und Hautpflegepräparate. Sinnvollerweise werden darin auch die zu verwendenden Händedesinfektionsmittel und Schutzhandschuhe aufgeführt. Auch die Anwendung der einzelnen Produkte wird erklärt. Der Plan wird dann im jeweiligen Arbeitsbereich ausgehängt.

Hautschutz: Hautschutzcremes sollen die Haut schützen und müssen deshalb vor der Arbeit aufgetragen werden. Auch Sonnenschutzmittel sind Hautschutzpräparate.

Schutzhandschuhe: Sie schützen vor der Übertragung von Krankheitserregern. Immer wenn Kontakt zu Wunden, Blut, Körperausscheidungen wie Stuhl oder Urin besteht, aber auch beim Anfassen von Schmutzwäsche oder Gegenständen, an denen Erreger haften können, müssen Handschuhe getragen werden. Beim Umgang mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln schützen die Handschuhe vor Feuchtigkeit und aggressiven Chemikalien. Sie müssen daher chemikalienbeständig sein.

Hautreinigung: Die Hände sollten bei Arbeitsbeginn, bei Verschmutzung, wenn sie verschwitzt oder klebrig sind gewaschen werden. Nach Kontakt mit Körperausscheidungen wie Stuhl oder Urin muss außerdem eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden. Die Details regeln die Hygienepläne. Prinzipiell sollten nur milde hautneutrale Waschlotionen als Hautreinigungsmittel verwendet werden. Sorgfältiges Abtrocknen der Hände mit Einweghandtüchern nicht vergessen!

Händedesinfektion: Die Hygienepläne legen für die Kita konkret fest, wann und mit welchem Desinfektionsmittel die Hände desinfiziert werden müssen. Nach Kontakt zu Körperausscheidungen wie Stuhl oder Urin oder nach Ablegen der Schutzhandschuhe sowie vor und nach der Wundversorgung ist es wichtig, die Hände zu desinfizieren. Händedesinfektionsmittel müssen geprüft und als wirksam befunden sein. In der Regel werden alkoholische Händedesinfektionsmittel der VAH-Liste (Verbund für Angewandte Hygiene) verwendet.

Hautpflege: Hautpflegecremes helfen der Haut dabei, sich zu regenerieren. Sie werden nach jedem Händewaschen, in den Pausen und nach Arbeitsende angewendet.

Im Zusammenhang mit dem Hautschutz ist es die Aufgabe des Trägers, Hautschutz- und Hygienepläne zu erstellen, die geeigneten Präparate und Schutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen und dafür Sorge zu tragen, dass das Personal in der Kita darüber informiert wird. Das Personal wiederum hat die Aufgabe sich an die Pläne zu halten und die Schutz- und Pflegemittel zu verwenden.

Im Rahmen der Arbeitsmedizinischen Vorsorge, die speziell auf hautbelastende Tätigkeiten ausgelegt ist, beraten und untersuchen Betriebsärzte rund um das Thema Hautschutz am Arbeitsplatz.

Hier geht's zu den Hautschutzregeln!