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Entspannung

Entspannungsphasen sind wichtig, um zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Nur so ist es möglich, den Alltagsturbulenzen mit sachlicher Distanz und einem klaren Kopf zu begegnen. Auch für Kinder ist Ruhe und Entspannung von großer Bedeutung.

„Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille.“
(Friedrich Nietzsche, Philosoph)

Immer häufiger berichten Eltern und Erzieher von rastlosen und unruhigen Kindern, die sich nicht lange konzentrieren können und schnell ablenken lassen. Aber nicht nur diese redensartlichen „Hummeln im Hintern“ treten bei Kindern immer öfter auf, sondern auch Angst und Nervosität, die durch eine mögliche Reizüberflutung hervorgerufen werden können.

Progressive Muskelrelaxation

Edmund Jacobson, US-amerikanischer Wissenschaftler und Arzt, beschäftigte sich mit der Funktionsweise der Muskulatur und fand dabei heraus, dass Unruhe, Stress und Angst mit einer Anspannung der Muskulatur einhergehen. Daraufhin entwickelte er die Methode der Progressiven Muskelrelaxation (PMR). Durch die Lenkung der Aufmerksamkeit auf verschiedene Muskelgruppen und deren gezielte An- und Entspannung tritt eine tiefe physische und psychische Entspannung ein.

Für ruhelose Kinder ist die progressive Muskelentspannung eine geeignete Möglichkeit einmal „abzuschalten“. Unsicherheiten und Ängste werden abgebaut, sie setzen sich intensiv mit dem eigenen Körper und damit mit sich selbst auseinander. Die Muskelspannung nimmt ab, der Blutdruck und die Atemfrequenz werden gesenkt und die Hirnstromaktivität wird verringert. Dieser Zustand kommt dem Moment des Einschlafens sehr nahe. Aber auch auf emotionaler Ebene hat die progressive Muskelrelaxation positive Auswirkungen auf die Kinder. Sie werden gelassener, geistig gelöster und ausgeglichener, entwickeln ein besseres Gefühl für unterschiedliche Spannungszustände und werden für ablaufende körperliche Prozesse sensibilisiert. Entspannungs- und Ruheübungen füllen keine ganze Bewegungsstunde, aber im Laufe des Tages ist eine Übung von zehn bis 20 Minuten ausreichend und angebracht.

Weitere Entspannungs- und Ausgleichsübungen

Nicht nur Progressive Muskelrelaxation wirken auf Kinder ausgleichend, auch kleine Bewusstseins- und Flüsterspiele (z. B. „Pizza backen“, „Stille Post)“, Fantasiereisen oder Yoga für Kinder.