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Yoga

Yoga kommt aus Indien und hat dort eine jahrtausendalte Tradition. Die bei uns im Westen am häufigsten praktizierte Form ist das Hatha-Yoga, das auch schon Kinder ab drei Jahre üben können.

Yoga – Spiel und Bewegung

Yoga stärkt die Koordination und Motorik. Zudem dienen die Übungen dazu, die Kinder zu beruhigen, Verspannungen zu lösen und Konzentrationsschwächen abzubauen. Doch dem nicht genug: Yoga kann Haltungsschäden vorbeugen oder korrigieren – und das auf eine spielerische Art und Weise. Denn die Asanas (Körperhaltungen) tragen meist Namen, die an die Tier- und Pflanzenwelt erinnern und die Fantasie der Kinder anregen. Mit Begeisterung wiegen sich Kinder wie ein Baum im Wind, räkeln sich wie eine Katze oder brüllen wie ein Löwe. Yoga ist ideal für die Bewegungsförderung im Kindergarten.

Was unterscheidet Kinder-Yoga und Erwachsenen-Yoga?

Ein wesentlicher Unterschied zur Yoga-Praxis von Erwachsenen liegt in der Dauer der Übungen und Haltungen. Die Kinder besitzen noch nicht die nötige Kraft und Ausdauer, um die Asanas lange zu halten. Deshalb sollten Sie die Yoga-Einheiten eher häufiger anbieten, die einzelnen Positionen mehrmals wiederholen und die Yoga-Stunde insgesamt kürzer gestalten.

Kinder sind von Natur aus neugierig und lernwillig. Im Gegensatz zu Erwachsenen, die eine genaue Erklärung möchten, wie sie eine Übung durchführen sollen, gehen sie intuitiv in eine Yoga-Haltung hinein. Sie können sich zudem wesentlich schneller entspannen als Erwachsene. Daher lassen sich bei Vorschulkindern die Anfangs- und Endentspannungsübungen, die zu jeder Yoga-Stunde gehören, auf jeweils zwei bis drei Minuten beschränken.

Was ist beim Kinderyoga-Unterricht besonders zu beachten?

Kinder lernen durch Nachahmung. Um Kindern als Vorbild zu dienen, müssen Sie die Übungen vorab selbst erlernen. Erfahrene Yogalehrerinnen und -lehrer, Volkshochschulkurse, Kurse in Yogazentren, einschlägige Literatur und Weiterbildungen für Erzieherinnen und Erzieher leisten hier Hilfestellung.

Die Eltern gewinnen

Die Unterstützung und das Einverständnis der Eltern sind wichtig für die Bewegungsförderung im Kindergarten. Suchen Sie deshalb den Kontakt zu den Eltern und informieren Sie sie über den Ablauf und die Wirkungsweise von Yoga. Veranstalten Sie zum Beispiel eine Yoga-Stunde für die Eltern, sodass diese sich mit den Übungen vertraut machen und mit ihren Kindern die Asanas auch zu Hause selbständig durchführen können.