Sie sind hier: Startseite / Praxis/Alltag / Ernährung / Essen in der Kita

Essen in der Kita

Das Verpflegungskonzept in der Kita muss den Ernährungsbedürfnissen der Kinder Rechnung tragen.

Auch in der Kita sollte die Verpflegung der Kleinen ausgewogen und vielfältig sein. Bei Warmverpflegung am Mittag sollte von der Kita-Leitung ein passendes Verpflegungssystem sorgfältig ausgewählt werden und den Ernährungsbedürfnissen der Kinder Rechnung tragen. Die Eltern der Kinder müssen über das Verpflegungskonzept informiert werden, bei dem auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, aber auch kulturelle Aspekte angesprochen werden.

Der Einfluss von Kita-Leitung und pädagogischen Fachkräften auf die mitgebrachten Speisen gestaltet sich oftmals schwieriger. Öffnen die Kinder ihre Brotboxen, finden sich darin gerne ungeeignete Speisen und Snacks wie süße Riegel, Fruchtgummi, industriell gefertigte Kinderprodukte mit hohem Fett- oder Zuckeranteil oder Brote mit Schokocreme. Daher sollte bereits bei Aufnahmegesprächen sowie später bei Elternabenden auch über das Mitbringen von Speisen, Getränken und Süßwaren gesprochen und für alle verbindliche Regeln aufgestellt werden, die das Mitbringen von Süßigkeiten, Kuchen, Knabberzeug oder gesüßten Getränken auf ein sinnvolles Maß festlegen. Ausnahmen können zum Beispiel Kindergeburtstage sein.

Gerade in Sachen Ernährung haben Eltern, Bezugspersonen und Erzieher eine Vorbildfunktion und sollten den Kindern eine gesunde Lebensführung als selbstverständlich vorleben. Die richtige Auswahl von Lebensmitteln, die Offenheit neue, noch unbekannte Obst- und Gemüsesorten zu kosten oder andere Zubereitungsarten auszuprobieren kann von Kindesbeinen an gefördert werden. Auch in der Kita kann beim gemeinsamen Frühstück der Gesundheitsaspekt Thema sein und beispielsweise durch die gemeinsame Auswahl von Speisen und zusammen eingenommene Mahlzeiten behutsam angesprochen werden:

Beispiel 1: Frühstück planen und die Auswahl bewerten

Die Kinder schneiden aus alten Zeitschriften Bilder von Produkten und Lebensmitteln aus, die sie gerne zum Frühstück essen und trinken würden. Diese kleben sie auf ein Plakat und ergänzen es eventuell durch gemalte Bilder. Die Plakate werden aufgehängt und gemeinsam besprochen. Dabei können auch die Ernährungsgewohnheiten zu Hause vorsichtig thematisiert werden. Danach wird ein Einkaufszettel für ein gemeinsames Frühstück erstellt.

Beispiel 2: Gesunde Zwischenmahlzeiten zusammenstellen

Als Zwischenmahlzeiten eignen sich am besten ungesüßte, fettarme Milchprodukte in Verbindung mit Obst und Gemüserohkost. Die Kinder malen Bilder oder schneiden Fotos von Obstsorten und Gemüse aus, das sie gerne essen. Anhand dessen wird ein Büffet für Zwischenmahlzeiten zusammengestellt.

Zudem eignet sich das gemeinsame Essen, um Tischsitten zu thematisieren oder Grundtechniken der Nahrungsaufnahme (Brote schmieren, mit Messer und Gabel essen …) zu vermitteln.

Auch gemeinsame Aktivitäten, die den Kindern auf einfache Weise die Entstehung von Nahrungsmitteln näherbringen, fördern die Sensibilität für gesunde, frische Lebensmittel und deren Wertschätzung. Selbst Kresse oder Sprossen zu züchten oder Möhren, Radieschen und Co. in einem Balkonkasten zu säen und die Entwicklung zu beobachten, erfüllt Kinder mit Stolz und unterstützt die kindliche Neugier und das Interesse an Neuem.