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Im Krankheits- und Verletzungsfall

Pädagogische Fachkräfte müssen bei Verletzungen oder plötzlich auftretenden Erkrankungen schnell reagieren und sollten über etwaige Grunderkrankungen einzelner Kinder informiert sein.

Pädagogische Fachkräfte sollten regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teilnehmen, da im Kita-Alltag immer wieder kleinere und größere Unfälle passieren. Außerdem sollte vorbeugend mit den Eltern besprochen werden, was bei einer chronischen Erkrankung, bei einem akuten Infekt oder bei einem Unfall zu tun ist. Im Krankheits- und Verletzungsfall sollten grundsätzlich immer die Eltern informiert werden. Folgende Punkte sollten besprochen werden:

  • Behandlung von Schürfwunden: Kleinere Wunden können Sie selbst behandeln: Zuerst wird die Wunde unter fließendem Wasser ausgewaschen und dann mit einer sterilen Wundauflage abgedeckt. Tragen Sie dabei Einmalhandschuhe. Informieren Sie die Eltern und weisen Sie auf die Tetanusimpfung hin.
  • Behandlung von Insektenstichen: Als erstes die Einstichstelle kühlen. Beobachten Sie das Kind anschließend genau. Bei einer Allergie gegen das Insektengift kann sich im schlimmsten Falle ein anaphylaktischer Schock entwickeln. Dies zeigt sich in blasser, kalter Haut, Schweiß, Kreislaufschwäche und schnellem Puls. Bei Stichen im Mundraum besteht die Gefahr, dass das Kind wegen einer Schleimhautschwellung keine Luft mehr bekommt. In beiden Fällen müssen Sie umgehend den Notarzt rufen.
  • Was tun bei einer akuten Erkrankung? Kommt ein Kind krank in die Einrichtung, muss es zum Schutz der anderen Kinder normalerweise wieder nach Hause geschickt werden. Tritt die Erkrankung während der Betreuungszeit auf, werden die Eltern informiert und müssen das Kind abholen. Das Kind darf die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn die Symptome abgeklungen sind und die Krankheit nicht mehr ansteckend ist. Eventuell muss dazu ein ärztliches Attest vorgelegt werden.
  • Was tun bei größeren Verletzungen? In der Regel werden zuerst die Eltern und in schlimmeren Fällen direkt die Notrufzentrale informiert. Diese entscheiden über die Art der Weiterbehandlung.
  • Vorliegen von Allergien: Klären Sie in einem Elterngespräch die Art der Allergie und die daraus folgenden Einschränkungen ab. Sprechen Sie genau ab, welche Konsequenzen sich daraus für den Kita-Alltag ergeben.
  • Verabreichung von Medikamenten: Manche Kinder müssen regelmäßig Medikamente einnehmen, andere Kinder etwa nach einer zeitweiligen Erkrankung. In beiden Fällen sollte die Medikation unter Einbeziehung des Arztes schriftlich vereinbart werden. Die Vereinbarung muss für alle Betreuungskräfte leicht auffindbar aufbewahrt werden.
  • Impfschutz: Sind alle Kinder geimpft, ist eine Auffrischung notwendig? Beim Eintritt in die Kindertageseinrichtung muss eine ärztliche Impfbescheinigung vorgelegt werden.

Hier können Sie den Erste-Hilfe-Folder (Anleitung für Erste Hilfe bei Kindern bei verschiedenen Unfällen) bestellen.

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