Sie sind hier: Startseite / Sicherheit und Unfallverhütung / Aufsichtspflicht / Baden in der Kita

Baden in der Kita

Wasser bietet Kindern faszinierende Erfahrungs- und Bewegungsmöglichkeiten. Vor allem an heißen Sommertagen bringt das kühle Nass Erfrischung und Abkühlung. Doch für den sicheren Badespaß in der Kita müssen ein paar wichtige Dinge beachtet werden.

Wasser und Baden für Kinder unter drei Jahren?

Kleinkinder können bereits in sehr kleinen Wasseransammlungen ertrinken, schon wenige Zentimeter können für sie gefährlich werden. Verursacht wird das so genannte „trockene Ertrinken“ durch einen Stimmritzenkrampf (siehe dazu auch Erste-Hilfe-Ratgeberbroschüre) der als Schutzreflex das Eindringen von Wasser in die Lunge verhindert. Durch Wasserkontakt kann dieser Krampf ausgelöst werden, und obwohl das Kind noch atmen könnte, erstickt es.
Daher empfiehlt es sich, in Kitas mit Kindern unter drei Jahren auf angelegte Wasserflächen zu verzichten. Matschflächen oder Quellsteine als Wasserspielflächen sind jedoch möglich, solange sich keine tiefen Pfützen ansammeln können. Bei einer genauen und lückenlos geregelten Aufsicht ist auch das Baden in aufblasbaren Kunststoffbecken mit maximal 20 cm Wassertiefe möglich. Bei der Auswahl der Planschbecken, sollte auch darauf geachtet werden, dass die Kinder im Ernstfall gut aus dem Becken herauszunehmen sind. Bei Nichtbenutzung muss das Becken geleert und gereinigt werden. Weitere wichtige Informationen erhalten Sie in den folgenden Broschüren:

Badespaß für Kinder ab drei Jahren

Mit größeren Kindern ab drei Jahren muss man nicht ganz auf den Wasserspaß verzichten. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte Ihnen von allen Eltern eine Baderlaubnis für ihre Kinder vorliegen.
Eine aufgestellte Badeordnung regelt, wie zum Beispiel das jeweiligen Bad benutzt werden soll, welche Badezeiten es gibt und wie lange sich die Kinder im Wasser aufhalten dürfen. Natürlich müssen sowohl die Kinder wie auch das pädagogische Personal darüber aufgeklärt werden.
Die Wassertiefe sollte immer in Relation zur Körpergröße des Kindes gesehen werden. Nichtschwimmer dürfen maximal brusthoch im Wasser stehen. In Schwimmbädern sollten Sie mit Kindergartenkindern am besten nur die maximal 60 cm tiefen Planschbecken aufsuchen.

Planschbecken in der Kita: Wasserqualität

Damit Kinder sicher baden können und nicht Bauchkrämpfe, Erbrechen oder Durchfall den Badespaß trüben, gelten für die Badewasserqualität von Planschbecken in Kitas die gleichen Anforderungen wie für öffentliche Bäder. Das Wasser muss eine gleichbleibende Beschaffenheit in Bezug auf Hygiene, Sicherheit und Ästhetik haben. Damit muss Badewasser die gleichen Anforderungen wie auch Trinkwasser erfüllen. Planschbecken ohne Wasseraufbereitungsanlage müssen täglich mit frischem Wasser gefüllt und spätestens am Abend wieder entleert und gründlich gereinigt werden Wenn es doch zu Verunreinigungen zum Beispiel durch Fäkalien kommt, muss das Wasser sofort gewechselt und mit Desinfektionsmittel gründlich gereinigt werden.

Sicherheit beim Baden

Hygiene und Aufsichtspflicht bilden die Basis für den sicheren Umgang mit Wasser in der Kita. Daher muss für eine lückenlose Betreuung mit einer genügenden Anzahl von Aufsichtspersonen während des Badebetriebs gesorgt werden. Für eine optimale Betreuung, müssen Alter, Charakter und individuelle Eigenarten der Kinder berücksichtigt werden. Außerdem muss mindestens eine der betreuenden Personen eine situativ angemessene Rettungsfähigkeit nachweisen. Das heißt, sie muss in der Lage sein ein Kind aus einer gesundheits- oder lebensgefährlichen Situation im Wasser befreien zu können. Auf jeden Fall sollte Erste-Hilfe-Material zur Verfügung stehen und ein ausgebildeter Ersthelfer anwesend sein (siehe auch Erste Hilfe). Für den Ernstfall ist es sehr hilfreich, wenn alle beteiligten Personen im Vorfeld Absprachen über den Ablauf von Erste Hilfe – und Rettungsmaßnahmen getroffen haben.

Weitere wichtige Informationen