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Bau und Ausrüstung

Der Unfallversicherungsträger legt in der Unfallverhütungsvorschrift "Kindertageseinrichtungen" Schutzziele fest, die die Sicherheit von Kindern und Personal wahren.

Das Baurecht und andere gesetzliche Regelungen enthalten nur wenige spezielle Vorschriften für Bau und Einrichtungen von Kindergärten. Spezifische Regelungen, die auf die besonderen Anforderungen für Kinder eingehen, sind vom Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in der Unfallverhütungsvorschrift „Kindertageseinrichtungen“ (GUV-V S2) formuliert.

Darin werden so genannte Schutzziele formuliert. Sie beschreiben, was in Kindertageseinrichtungen unbedingt vermieden werden muss, um die Sicherheit von Kindern und Personal zu gewährleisten. Wie diese Schutzziele von Planern, Trägern oder ErzieherInnen umgesetzt werden, ist freigestellt, dass sie erreicht werden, ist jedoch Pflicht.

Maßnahmen

Die Sicherheit in der Kindertageseinrichtung und das Erreichen der damit verbundenen Schutzziele erfordern verschiedenartige Maßnahmen:

  • die sichere Gestaltung von Gebäuden, Einrichtungsgegenständen und Außenanlagen,
  • organisatorische Maßnahmen für den sicheren Ablauf und
  • die Erziehung zu sicherheitsbewusstem Verhalten.

Glücklicherweise haben viele Unfälle in Kindertageseinrichtungen keine schweren Verletzungen zur Folge. In der Regel handelt es sich bei diesen „Bagatellunfällen“ um Sturz- und Stolperunfälle, die sich oft ohne Fremdbeteiligung oder ohne das Vorliegen eines baulichen Mangels ereignen. Allerdings gibt es leider auch immer wieder Unfälle, die mit schweren Verletzungen verbunden sind. Diese passieren oftmals an Spielgeräten, die unzureichend geprüft, gewartet und gepflegt worden sind. Für die Wartung und Instandhaltung von Spielplatzgeräten existieren feste Normen. Durch ihre Einhaltung soll das Schutzziel, die Vermeidung erheblicher Verletzungen, erfüllen. Zu den Bestandteilen dieser Normen gehören auch Prüf-, Wartungs- und Pflegeintervalle, die helfen, den sicheren Zustand der Geräte zu erhalten.
Auch Verglasungen jeglicher Form bilden eine Gefahrenquelle. Schwere Verletzungen lassen sich hier vermeiden, indem alle zugänglichen Glasflächen wie Fenster, Türen oder Spiegel bruchsicher ausgeführt sind. Weitere erhebliche Verletzungspotenziale für Kinder stellen den Kontakt mit elektrischem Strom sowie Stürze aus großer Höhe dar.

Weitere wichtige Informationen

Die Unfallkasse NRW hat die Website sichere-kita.de entwickelt. Auf diesen Seiten kann man einen virtuellen Kindergarten besuchen und sich dort mit den Empfehlungen und Rechtsgrundlagen für die sichere Ausrüstung vertraut machen. Dort finden Sie zum Beispiel viele Informationen zur Gestaltung von Gruppen- und Mehrzweckräumen, Richtwerte zur Lärmreduktion und zur ergonomischen Gestaltung von Möbeln. Der Bereich "Spielplatzgeräte" liefert Hinweise zur sicheren Gestaltung des Außenbereiches.

Hier geht’s zur Sicheren Kita der UK NRW