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Erste Hilfe

In Zusammenarbeit mit den Trägern von Einrichtungen müssen die sachlichen und personellen Voraussetzungen erfüllt werden, um eine sofortige fachgerechte Versorgung von Verletzungen zu gewährleisten. Dazu gehören die Bereitstellung von Erste-Hilfe-Material sowie die Schulung der pädagogischen Fachkräfte in Erster Hilfe.

Im Kindergartenalltag muss immer mit plötzlichen Verletzungen, von einfachen Schürfwunden bis hin zu Brüchen oder Kopfverletzungen, gerechnet werden. Diese müssen sofort fachgerecht versorgt werden, um Verletzungsfolgen zu vermeiden.  Eine sachgerechte Organisation und die Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen können Verletzungsfolgen mildern und in besonders schweren Fällen sogar Leben retten.

Verbandskasten und Verbandbuch

Notwendig ist zumindest ein Verbandskasten C nach DIN 13 157, der jederzeit zugänglich sein muss. Der Inhalt des Verbandskastens muss regelmäßig auf seine Vollständigkeit hin geprüft werden. Beim Verbandskasten sollte auch das Verbandbuch für Aufzeichnungen der Erste-Hilfe-Leistungen aufbewahrt werden.  Bei Ausflügen muss ausreichend Erste-Hilfe-Material mitgenommen werden, z. B. die Sanitätstaschen nach DIN 13 160.


Checkliste "Erste-Hilfe-Tasche" für Ausflüge

Meldeeinrichtung

In jeder Kindertageseinrichtung muss ein Telefon vorhanden sein, über das notwendige Hilfe gerufen werden kann. Das Telefon muss während der Öffnungszeiten der Einrichtung jederzeit ohne Schloss zugänglich und betriebsbereit sein.

In unmittelbarer Nähe des Telefons sollten die Namen der Ersthelfer und Ersthelferinnen, die Notrufnummern und die Rufnummern der nächstgelegenen Arztpraxen, der Taxizentrale und der Rettungsleitstelle angebracht sein. Hier können Sie die praktische Ratgeberbroschüre "Erste Hilfe bei Kindern" bestellen.

Erste-Hilfe-Ausbildung

Pro Kindergruppe muss eine pädagogische Fachkraft in Erster Hilfe ausgebildet sein. Die Erfahrung zeigt hier, dass die Kenntnisse und Fertigkeiten in Erster Hilfe in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden müssen. Die Unfallkasse Baden-Württemberg übernimmt innerhalb von zwei Jahren für die Hälfte der bei einem Träger fest angestellten Erzieherinnen die Kosten für einen Kurs „Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“.

Wie bestelle ich Gutscheine zur Kostenübernahme?

Verhalten nach einem Unfall

Bei Verletzungen, bei denen kein Arztbesuch notwendig ist, ist es ausreichend, wenn die Erste-Hilfe-Maßnahme in das Verbandbuch eingetragen und die Erziehungsberechtigten noch am gleichen Tag informiert werden.

Kinder mit leichten Verletzungen, die zwar ärztlicher Versorgung bedürfen, bei denen aber voraussichtlich nur eine kurzfristige Behandlung erforderlich ist, sind der nächstgelegenen geeigneten Arztpraxis vorzustellen. In diesem Fall muss eine Unfallanzeige ausgefüllt und dem Unfallversicherungsträger vorgelegt werden.

Bei schwereren Verletzungen ist das verletzte Kind einem Durchgangsarzt vorzustellen. Durchgangsärzte sind fachlich besonders qualifizierte Ärztinnen und Ärzte, die von den Unfallversicherungsträgern zugelassen sind.

Krankentransport

Nach vielen Unfällen in der Kindertageseinrichtung ist ein Arztbesuch notwendig. Ist ein Arzt nicht in unmittelbarer Nähe des Kindergartens, muss das verletzte Kind transportiert werden. Je nach Schwere der Verletzung kann ein Rettungswagen gerufen oder ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Privat-PKW oder ein Taxi benutzt werden.

Unabhängig vom Grad der Verletzung ist immer die Begleitung durch eine geeignete Person erforderlich. Gleichzeitig muss die Beaufsichtigung der Gruppe sichergestellt bleiben.

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