Der Aufbau von Bewegungseinheiten

Posted under Gesundheit On By Kindergarten

Bewegungsstunden sollten immer mit einer kurzen Einführung und einer Aufwärmphase beginnen. An den Hauptteil mit Bewegungsübungen zu einem bestimmten Thema schließt sich die Cool-Down-Phase an, bei der die Kinder wieder zur Ruhe kommen sollen.

Zunächst müssen die Kinder auf die bevorstehende Bewegungsstunde vorbereitet werden. Um sie zu motivieren, sollte für die Einführung der Bewegungseinheit ein spielerischer Zugang gefunden werden. Dazu kann ein sogenanntes Motto, z. B. „Indianer“ festgelegt werden, unter dem sich dann die komplette Bewegungsstunde abspielt.

Die Aufwärmphase

Die Bewegungsstunde beginnt mit einer Aufwärmphase von ca. 10 Minuten, um den Kreislauf der Kinder in Schwung zu bringen. Zum Aufwärmen eignen sich kleine Spiele kombiniert mit kurzen Dehnungsphasen sehr gut, um Muskulatur, Bänder und Sehnen auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.

Der Hauptteil mit festgelegtem Motto

Der Hauptteil über 30 bis 40 Minuten umfasst den eigentlichen Bewegungsteil der Stunde zu einem bestimmten Thema oder einer Fertigkeit. Ein festgelegte Motto der Stunde, bspw. das Motto „Ballonfahrt“ beim Thema „Fangen und Werfen“, bietet den Kindern einen spielerischen Zugang, sodass sich augenscheinlich schwierigere Übungen leichter umsetzen lassen. Wichtig ist dabei, dass die Leitung der Stunde die einzelnen Bausteine des Hauptteils vor- und später auch mitmacht und falls notwendig Hilfestellung leistet. Die Übungen sollten grundsätzlich aufeinander aufbauen: auf einfache Einheiten und Übungen (Grundlagen) bauen nach und nach anspruchsvollere auf (Aufbau und Weiterentwicklung). Dies gilt auch für Themen, die über mehrere Stunden umgesetzt werden. Auf diese Weise sehen die Kinder, was sie leisten und bewältigen können und bleiben motiviert bei der Sache.

Die Cool-Down-Phase

Die Abschlussphase ist die Cool-Down-Phase über 10-20 Minuten, bei der die Kinder wieder zur Ruhe kommen sollen, das heißt, dass sich Kreislauf und Puls wieder normalisieren. In der Cool-down-Phasen können Dehnungsübungen, aber auch kleine Spiele, Traum- und Entspannungsreisen   gemacht und mit Partnermassagen kombiniert werden. Hier finden Sie ein Beispiel für eine Traumreise in der Cool-Down-Phase. Ein kleines gemeinsames Ritual am Ende der Stunde ist optimal, um die Bewegungseinheit – auch im Bewusstsein der Kinder – abzuschließen. Ein solches Ritual kann zum Beispiel so aussehen, dass sich die Kinder im Kreis aufstellen und sich die Hände reichen. Wenn alle Kinder ruhig sind, beginnt eine pädagogische Fachkraft, die Hand des Kindes neben sich zu drücken. Dieser Händedruck wird von Kind zu Kind im Kreis weitergegeben, bis bis er wieder am Anfangspunkt angelangt ist. Die Kinder können dabei versuchen zu beobachten, wo der Händedruck gerade steckt.